49: Von Thüringerberg nach Feldkirch

Ich hab"s geschafft !!!!!!!!



Aber fangen wir wieder heute Früh an. Ich musste ja mit dem Bus wieder zurück, wo ich gestern aufgehört hatte. Aber der fuhr erst um kurz nach halb zehn von Buchboden weg und war um ca. 1/4 11 Uhr bei meinem Startpunkt. Da heute wieder Gewitter angesagt sind, ist das reichlich spät.


Die erste Etappe führte zuerst durch Thüringerberg und von dort über Waldwege und Forststraßen nach Düns. An einer Stelle war plötzlich die Forststraße unter Wasser. Aber nicht - wie gewohnt - ein bisserl, sondern ein 10 bis 15 cm tiefer Teich. An den Rändern des Weges war entweder auch Wasser oder dichte Brennnessel. Wofür wollen sich entscheiden, Herr Rauth? Ich hab beides genommen. Nachdem ich nicht durchs Wasser gekommen bin, musste ich dann doch auf die Brennnesseln ausweichen - ist ja gesund.


Ich trau es mich ja fast schon nicht mehr schreiben, aber auch Düns hat ein Wirtenproblem. Der eine sperrt erst um 18 Uhr auf und der andere hat ein Schild angebracht: "Bin auf Sommerpause". Der lebt offenbar nicht vom Tourismus. Also mach ich eine kurze Bankerlpause und es geht zum nächsten Ort.


Auf dem Weg dorthin hab ich immer wieder geschaut, ob ich schon mein Ziel sehe.



Aber da war noch nix zu sehen und die großen Berge ganz hinten gehören hoffentlich schon nach Liechtenstein oder zur Schweiz - ich geh da sicher nimmer drüber. Nach einiger Zeit komm ich dann nach Satteins und Dr.Google sagt mir, dass der einzige Wirt in einer halben Stunde zusperrt. Top motiviert lege ich die Distanz zum Wirten in Rekordzeit zurück und komme zur Abwechslung einmal rechtzeitig.


Die vorletzte Etappe führt mich Richtung Gofis. Die Wege sind wie immer sehr nett und manchmal taucht aus dem Nichts ein wirklich schönes Wegerl neben einem Bach auf.



Und nach einiger Zeit taucht Gofis nach einem Waldstück (die Rechtschreib-Korrektur wollte das gerade auf Woodstock ausbessern - finde ich eigentlich eine gute Idee) auf der Bildfläche auf.



Und ich weiß, dass gleich dahinter Feldkirch liegt - jetzt wird es tatsächlich ernst. Wie bereitet man sich mental auf den Zieleinlauf nach so einer Tour vor? Ich werde eine Jubelpose vor dem Ortsschild von Feldkirch machen, um das würdig festzuhalten. Da kommt aber kein Ortsschild und dann ist da noch das Problem, dass ich in Levis übernachte und ich mir nicht sicher bin, ob das einfach ein Bezirk ist (das Favoriten von Feldkirch) oder doch ein eigener Ort.


Ich komme dann tatsächlich im Hotel an (ohne zu wissen, ob ich eigentlich schon in Feldkirch bin) und frage, wie das denn so ist mit Levis. Die Dame versichert mir, dass Levis ein Teil von Feldkirch ist und daher bin ich tatsächlich im Ziel!!!!


Um ganz sicher zu gehen, mach ich mich noch zum Bahnhof auf, um doch noch zu meinem Zielfoto zu kommen. Der Bahnhof ist eine Baustelle und beim Haupteingang steht nichts von Feldkirch - nur ÖBB. Also zu den Bahnsteigen und ich kann endlich mein Zielfoto machen.



Jetzt hab ich noch das Problem, dass ich mit niemandem feiern kann, also ruf ich den einen oder die andere an, um ein bisserl ein Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen. Außerdem werde ich heute ein Glaserl mehr als üblich trinken, um das heute gebührend zu feiern.



Ich werde morgen noch eine formale Etappe vom Hotel zum Bahnhof machen, weil dann sind es zu meinem 50er genau 50 Etappen. Und die Huldigungen und Danksagungen kommen auch morgen.


Aber er ist wirklich cool, dass ich das geschafft hab.


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