47: Von Schröcken nach Buchboden

In Kürze: In mittelschwerer Etappe den Arlberg passiert.


Eh klar - wenn ich über den Pass muss, sind wieder Gewitter angesagt. Also früh Aufstehen und (relativ) früh weggehen. Ich bin tatsächlich schon vor 8 Uhr weg gegangen und selbst über meine Disziplin- auch noch am Schluss - erstaunt.


Die ersten drei Kilometer ging der Weg noch entlang des Schröckenbachs bergab, bis dann der Anstieg zum Schadonpass links abbog. Ich war auf einer Forststraße unterwegs und der Blick nach vorne irritierte mich etwas.



Muss ich da echt drüber? Nein musste ich nicht, denn der Weg bog etwas nach rechts ab, wo das ganze schon etwas entspannter ausschaute. Und wenn man lange genug bergauf geht, bin ich immer wieder erstaunt, was für eine tolle Aussicht man hat, wenn man zurückschaut.



Bereits kurz nach halb elf war ich auf der Biberacher Hütte, wo mir ein schwäbischer Bergfex auf meiner Karte alle Gipfel zeigte, die er in den letzten Jahren bestiegen hat. Ich blieb daher nicht allzu lange und startete den Abstieg ins Große Walsertal.



Schaut irgendwie steil aus - in Wirklichkeit sogar noch etwas steiler als am Foto. Es war zwar nix Schlimmes, aber wenn man - wie ich - mit Höhenangst gesegnet ist, gab es immer wieder die ein oder andere Stelle, wo ich zumindest kurz geschluckt hab.


Vegetation und Ausblick waren in gewohnter Marnier sehr hübsch.



Und so bin ich zur Ischkarnealpe gekommen. Ich glaube übrigens, dass Alpe dasselbe wie Alm ist und nichts mit den Alpen zu tun hat. Dort gab es neben ein paar Selbstversorgerhütten auch die Käserei und davor einen Selbstbedienungs-Kühlschrank, der bei der Hitze auch dringend notwendig war.


Zu dem Zeitpunkt dachte ich, dass das jetzt nur mehr ein gemütliches Ins-Hotel-Gehen wird, aber der nächste Teil hatte es (für einen Wiener) durchaus in sich. Es war einerseits drückend schwül und es gab immer wieder Geröllpassagen, bei denen der Weg entweder nur mehr sehr vage oder gar nicht mehr erkennbar war. Und da ich ohnehin kein Fliegengewicht bin und auch noch die 14 kg am Rücken habe, bin ich ein bisserl anfällig für Geröllrutscher. Dementsprechend fokussiert (und durchgeschwitzt) bin ich durch diese Passagen gegangen.


Ende gut alles gut und ich bin wieder einmal in einer neuen Unterkunft gelandet.



Jetzt bin ich grad ein bisserl frustriert, weil ich ausgerechnet für die wahrscheinlich vor- (oder vorvor-)letzte Übernachtung kein Quartier gefunden habe. Aber morgen ist ein neuer Tag, da wird sich doch was finden lassen.


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