41: Von Lermoos nach Nassereith

Fazit: Kurzetappe mit Ausflug nach Fiss.


Heute Früh ist eigentlich keine besondere Eile geboten, allerdings sollte ich gegen 14 Uhr in Nassereith sein. Gehzeit sind etwas über 4 Stunden, also reicht es, wenn ich kurz nach 9 weggehe - dann geht sich auch einmal Verlaufen aus.


Geplant - getan: nach einem ordentlichen Frühstück bin ich losgestartet. Eigentlich war für die Zeit gar kein Regen mehr angesagt, aber jetzt bin ich es eh schon gewohnt und streife mir blitzartig die Regenmontur über. Das erste Stück des Weges führte von Lermoos nach Biberwier. Dort hat man sich offenbar auf Pferde spezialisiert, weil jedes dritte Haus ein kleiner Pferdehof ist.



Weiß jemand was das ist? Ich hab zwei Theorien dazu: entweder hier ist ein Ausbildungscamp für den Wiener Prater, wo die Tiere fürs Pferdekarusell vorbereitet werden. Oder hier wird eine neue Methode zur Stromerzeugung getestet, bei der die Pferde durchs "Im Kreis Gehen" einen Generator antreiben.


Nach Biberwier ging der Weg in etwa wie die Fernpassstraße, aber schon in genügender Distanz dazu. Man kann hier zu drei Seen gelangen - meine Route ging aber nur beim Weißensee vorbei.



Dort gab es eine kleine Entenkolonie - vor Enten hab ich übrigens keine Angst. Und da es schon lange kein Tierfoto mehr gab hier zwei Tiroler Jungenten:



Ich hab auch ein bisschen Glück gehabt und so konnte ich den schwebenden (Tiroler) Berg - eine sagenumwobene Landschaft in den Wolken - bildlich festhalten.



Die Tiroler*innen sind ja sehr praktisch veranlagt und wenn in dem Tal schon ein Wanderweg ist, mach ich die Stromleitung gleich daneben.



So hatte ich die Möglichkeit, die ganze Strecke unter Hochspannung gehen zu dürfen.


Bei den Höhenmetern hab ich mich wieder einmal verschätzt. Ich dachte mir, ich komme eh ganz knapp beim Fernsteinsee vorbei - eventuell schaue ich da noch kurz vorbei.



Erkennt ihr mein kleines Problem: ich war ca. 300 Meter über dem See - der kurze Abstecher ist also ins Wasser gefallen.


Zum Schluss ging noch ein Weg hinunter Richtung Fernpassstraße und Nassereith. Aber mein Navi hat mir nicht geglaubt, dass das der richtige Weg ist und hat sich in einer Tonschleife "Die Route wird neu berechnet, die Route wird neu berechnet, ...." verhangen. Ich musste dann zu drastischen Mitteln greifen und habe auf stumm geschaltet. Und ich hatte Recht - es war der richtige Weg!


Die letzten 800 Meter musste ich entlang der Fernpassstraße gehen, die doch recht stark befahren ist. Speziell als ich mich bei einer Flussbrücke an der Außenseite der Leitplanken hinüberhantelte hab ich doch kurz an der Qualität meiner Routenplanung gezweifelt.


In Nassereith bei der Raststation hat mich dann Niki abgeholt und wir sind nach Fiss gefahren. Dort konnte ich nach langem wieder Wäsche waschen, was schon echt dringend notwendig war.


Am Abend haben wir dann gemütlich auf der Terrasse gegrillt - Nikis Tochter Hannah war ebenfalls zu Besuch- und den Abend mit ein paar lustigen Würfelspielen ausklingen lassen.



Morgen gibt es wieder einen Pausetag und am Sonntag geht die Tour mit einem Gast weiter.




55 Ansichten7 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen