35: Von Breitenbach am Inn nach Jenbach

Fazit: Am Anfang schöne Badesee-Wanderung, am Schluss schwierige Fast-Gewitter-Challenge


Zum Frühstück war der Betriebsurlaub wieder beendet und es wurde einiges aufgetischt. Auch das obligate Mitnehm-Semmerl war kein Problem. Da mein Zug nach Deutschland heute um 17 Uhr in Jenbach wegfährt, sollte ich mir nicht allzu lange Zeit lassen.


Der Tag hat mit einem schönen Waldweg begonnen und ist dann recht bald in eine recht lange, aber landschaftlich schöne Nebenstraße übergegangen. Da es nicht so viel Schatten gab, musste ich schon bald meinen neuen Sonnenschutz testen.



Schaut auch sehr cool aus.


Ein paar hundert Bremsen weiter kam ich zum Reintalersee, der auch als Badesee angelegt ist. Normalerweise ist mir das Baden wegen den zu erneuernden Pflastern auf den Füßen zu mühsam, aber heute musste es sein - es war herrlich. Nach einer kurzen Sonnentrocknung bin ich zum Seeresraurant weitergegangen.



Ein Saiblingsfilet mit Gemüserisotto war zwar sehr teuer, aber auch sehr gut.


Danach begann der schwierigere Teil der heutigen Wanderung. Zuerst war es aber noch ein schöner Weg - vorbei an zwei weiteren Seen.



Es hat damit angefangen, dass ich mir in einem der vielen noch kommenden Lokale ein Eis gönnen wollte, da ich bis dahin noch ganz gut in der Zeit war. Als dann beide der nächsten zwei Lokale zu hatten, war einerseits meine Laune schon etwas schlechter. Und andererseits wurde mir bewusst, wie sehr Corona die Gastronomie getroffen hat (immerhin ist gerade Sommer-Hochsaison).


Dann sollte ich wieder in einen Waldweg abbiegen, wo keiner war. Noch einmal zurück und tatsächlich - da sind homöopathische Spuren eines Weges. Voll Freude finde ich dann tatsächlich einen echten Weg und gehe ihn ein Stück - bis mir mein Navi anzeigt, dass ich in die falsche Richtung gehe. Wieder zurück und ich suche eine Abzweigung von dem Weg - da ist nichts und die Zeit läuft. Also gehe ich auf dem falschen Weg in die falsche Richtung bis ich wieder auf einer Forststraße bin. 25 Minuten und 1 1/2 km hab ich verloren, aber es sollte sich alles noch ausgehen.


Ich gebe jetzt Vollgas, was als Nebeneffekt Vollschweiß und voll viele Bremsen bringt. Es wird auch immer schwüler. An Zwischenstopps ist jetzt nicht mehr zu denken. Aber schön langsam biege ich in die Zielgerade ein - nur mehr von Wiesing nach Jenbach - natürlich über einen Hügel.


Ich gehe also auf den Hügel und dann das:



Es ist zwar zwischen 14 und 17 Uhr aber Freitag Nachmittag sprengen die sicher nix mehr, also gehe ich weiter - bis zum Sicherheitszaun. Da geht dann nix mehr. Die können doch nicht einfach meine Straße absperren. Also wieder zurück zur letzten Abzweigung - vielleicht kann ich ja die Sperre umgehen. Der Weg endet erneut mit einem Zaun. Dann gehe ich halt entlang des Zauns - irgendwo muss der ja enden. Das Gelände ist dann doch etwas steiler geworden, aber irgendwie hab ich es auf einen Weg geschafft, der jetzt hoffentlich nach Jenbach führt.


Da kracht auch schon der erste Donner (Gewitter, keine Sprengung) - Gott sei Dank noch in einiger Entfernung. Schnellen Schrittes gehe ich jetzt an etwas vorbei, was im Plan so komisch grau abgezeichnet ist. Oh, dann wird mir einiges klar:



Das ist ein Steinbruch - und ein ziemlich hoher sogar. Vielleicht war das mit dem Zaun doch eine gute Idee.


Ich erreiche den Bahnhof in Jenbach sogar noch mit einem Zeitpolster - dort sehe ich aber, dass mein Zug 45 Minuten Verspätung hat. Ca. Eine Stunde hab ich in München Zeit zum umsteigen. Alles im grünen Bereich. Jetzt einmal was Trinken. Lokal gibt es natürlich keines, aber einen Getränke-Automaten. Beim Automaten angekommen, sehe ich wie ein junger Mann gerade verzweifelt versucht sein Getränk heraus zu bekommen - eine Flasche hat die Öffnungsklappe verklemmt. Nach 10 Minuten harter Arbeit und Anruf beim Störungsdienst, wo sich natürlich nur ein Tonband gemeldet hat, haben wir das hinbekommen und ich kam auch zu meinem Getränk.


Die Umsteigezeit in München hat sich in der Zwischenzeit auf 7 Minuten reduziert und im Laufschritt hab ich den Anschlusszug gerade noch erreicht. Ich bin dann noch gut in Deggendorf angekommen. Sabine hat mich vom Bahnhof abgeholt und im Hotel haben wir gemeinsam mit Matthias die letzten Tage Revue passieren lassen.



Morgen ist ja die Hochzeit von Magdi und Max und wir freuen uns schon sehr darauf.

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