32: Von Erpfendorf zur Fischbachalm im Kaiserbachtal

Summary: Zuerst Kuhherde und Teufelsgasse bezwungen, dann Kurzwanderung und Lang-Plaudern im Kaiserbachtal.


In der Früh hat es wieder einmal geregnet und ab Mittag waren Gewitter angesagt. Das heisst rechtzeitig aufstehen und trotz gutem Hotel früh weggehen.


In meiner (mittlerweile sehr bekannten und noch immer sehr guten) Regenausrüstung bin ich also kurz nach 8 Uhr los gestartet. Gleich bei der ersten vom Navi angezeigten Abzweigung in den Wald war da nix zum Abzweigen. Auf der echten Karte (für die jüngeren Leser: früher gab es statt Google Maps auf Papier ausgedruckte Landkarten) hab ich dann den richtigen Weg gefunden.


600 Höhenmeter klingt nicht viel, aber wenn man bei schwülem Wetter in voller Regenmontur geht, ist das schon recht intensiv (in vielerlei Hinsicht).



Mitten im Wald hab ich plötzlich ein ziemlich großes, braunes Tier gesehen - bitte mach, dass das kein Bär ist. Es war eh nur eine Kuh aber was macht die hier im Wald? Zumindest hab ich mein tägliches Kuh-Erlebnis heute schon hinter mir - dachte ich.


Als ich nämlich zur unbewirtschafteten Strub-Alm gekommen bin war da rechts von der Alm eine Kuhherde mit ca. 10 Muttertieren und ebenso vielen Kälbern. Zum Glück muss ich links von der Alm vorbei - also kein Problem. Aber wieso ist links von der Alm kein Weg? Da hab ich sie gesehen - die rote Wegmarkierung mitten in der Kuhherde.


Eine der mittlerweile überall aushängenden Kuhregeln besagt, dass man mit ausreichendem Abstand bei den Kühen vorbei gehen soll. Wie mach ich das? Links ist ein Abhang und rechts ein dichter Wald mit Stacheldraht davor. Also doch kein Abstand und einfach durch. Blöderweise waren die Muttertiere alle rechts vom Weg und die Kälber links oder am Weg. Ich hab mich daher als Kuhflüsterer versucht und mit sonorer Stimme die Kühe gebeten, sie mögen doch den Weg verlassen.


Das war nicht so erfolgreich und mittlerweile sind ein paar der Muttertiere weitergegangen und waren jetzt hinter mir - ich war also umzingelt. Jetzt nicht die Nerven wegschmeißen. Ich wende mich jetzt direkt an die Kälber: Geht bitte zu euren Müttern. Und nach ca. 10 Minuten (gefühlten 10 Stunden) taten sie das auch und ich konnte passieren.



Da das Wetter schon recht schwül war hab ich sogar die Prostalm (was für ein intuitiver Name) ausgelassen und bin direkt zur Teufelsgasse gegangen.



Die war aber nicht besonders teuflisch, was man auch an den vielen entgegenkommenden und teilweise sehr jungen Kindern erkennen konnte. In Summe waren das ein paar enge Gänge, ...



.. rechts und links höhere Felswände ...



... und ein paar Leitern.



Der weitere Weg war unspektakulär und gegen Mittag war vereinbart, dass mein Tourgast in Griesenau ankommt und ..



... es hat tatsächlich geklappt und Sabine Wartha ist aus dem Bus ausgestiegen.


Für heute war nur mehr ein kurzer Weg ins Kaiserbachtal am Programm - trotzdem mussten wir eine kurze Pause einlegen - mit mitgebrachten Äpfeln und Bananenkuchen von Sabines Mama.



Am heutigen Ziel - der Fischbachalm war dann ausgiebig Zeit, sich auf den letzten Stand zu bringen und ausführlich über die wichtigen Dinge im Leben zu plaudern.


Erst gegen Abend ist dann ein Sturm mit Gewitter aufgezogen und es bleibt zu hoffen, dass die für morgen geplante Tour tatsächlich stattfinden kann.



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