17: Von Radmer a.d. Hasel zur Mödlinger Hütte bei Johnsbach

Kurz: Am Anfang und Ende lang bergauf - dazwischen schöne Wanderung mit Wegsperre.


Am Bauernhof hab ich noch ausgezeichnet gefrühstückt und um halb Acht war schon das Taxi da, das mich wieder zum gestrigen Schlusspunkt in Radmer a.d Hasel gebracht hat.


Nach einem Straßenkilometer ging es auf einen wunderschönen Waldweg - den Kupferweg.


Abgesehen davon, dass er ziemlich steil ist, hat er alles was ein Weg haben muss: schmaler nicht verwachsener Waldpfad, viele Bacherl, gut markiert und sogar einige Bankerl - einfach herrlich.



Nach ziemlich vielen Höhenmetern wurde aus dem Wald- ein Almweg und kurz vor der Alm waren auch die obligaten Kühe - cool vorbeigehen war der Plan - als Alm-Halbprofi kann das ja kein Problem sein. Auffällig war aber, dass die Kühe ziemlich in Bewegung waren, was man auch an der Intensität des Glocken-Läutens hören konnte.


Parallel sehe ich den Almwirt mit zwei Kübeln Richtung Zaun gehen - das heißt, die Kühe sind wegen der bevorstehenden Fütterung aufgeregt. Gott sei Dank ist ja der Zaun zwischen den Kühen und mir.


Warum kann die erste Kuh durch den Zaun gehen? Hoppla der hört ja dort auf, wo alle Kühe stehen. Die Situation war jetzt folgende: Um zu Ihrem Futter zu kommen, musste die ganze Herde zuerst in meine Richtung laufen und dann rechts zum Futter abbiegen. Bitte mach, dass alle abbiegen! In Summe sind drei Kühe stehen geblieben und haben zwischen mir und dem Futter überlegt aber durch gutes Zusehen des Almwirts haben sich dann doch alle fürs Essen entschieden - Kühe sind ja doch intelligent - und ich konnte auf die Alm für ein erstes Getränk.



Nach ein paar Forstwege-Kilometern kam ich zur Kölbl-Alm. Dort ergaben sich schnell einige Gespräche mit Gästen und der Kellnerin, wo ich einiges über Land und Leute erfahren konnte. Zum Schluss zeigte mir die Kellnerin die Hütte, die hier schon seit dem 14. Jahrhundert steht und früher eine Rauchküche hatte - die Decke ist noch original und noch immer komplett verrusst. In den letzten Tagen hat die Küche wieder zu ihrem Ursprung zurückgefunden, da das Backrohr kaputt und alles verraucht war.


Der Weg führte jetzt bergab Richtung Johnsbach. Als ich beim Wolfsbauer vorbei ging war der Weg unmittelbar nach einer Brücke mit lauter Strohballen versperrt.


Zuerst dachte ich ich bin wieder einmal falsch, aber es war der richtige Weg. Nicht mit mir! Soll ich drüber klettern? Aber wer weiß, ob ich da rauf komme und wenn dann so ein Ballen auf mich umkippt? Da hab ich links davon einen schmalen - total zugewachsenen Durchgang entdeckt, durch den ich mich auch durchgekämpft habe. Meine Beine sind jetzt sicherlich sehr gesund, da ja Brennnessel eine heilende Wirkung haben (sobald der Schmerz einmal nachlässt).


Unten im Tal bin ich dann den Schattenseitenweg ein paar Kilometer bis zum Gasthaus Donner gegangen, wo ich Mittag gegessen habe. Danach gings zum Abschluss endlich wieder ordentlich bergauf (ca. 700 bus 800 Höhenmeter) zur Mödlinger Hütte, wo ich heute schlafe.


Das ist mein Zimmer - ich hab Glück gehabt und das Dienstmagd-Zimmer bekommen, weil das die Wirtin besser abrechnen konnte. Die Hüttenparty hab ich diesmal ausgelassen - es war mir einfach zu laut - und bin sehr spät - gegen 21 Uhr - schlafen gegangen.




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