15: Von der Sonnschienhütte nach Eisenerz

Kurz: Regenetappe mit nassen Schuhen.


Das Zimmer auf der Hütte hat ja eigentlich sehr passabel ausgesehen. Was man nicht sieht ist die Stärke der "Matratzen" - die waren nämlich sehr dünn und entsprechend hart ist man gelegen.


Heute war zum ersten Mal Schlechtwetter am Programm - eine durchaus angenehme Abwechslung und ich konnte endlich meine Regenausrüstung testen.



Da Frank heute das gleiche Ziel hatte, sind wir gemeinsam Richtung Eisenerz aufgebrochen. Die erste Etappe bis zur unbewirtschafteten Androthalm verlief auf einem sehr schönen, aber sehr nassen Weg durch Weiden, Wald und Latschen.


Und da hat sich doch tatsächlich die erste Schwäche in meiner Ausrüstung gezeigt - ausgerechnet die Schuhe - das einzige, was ich mir nicht neu gekauft hab. So gut sie beim Gehen auch sind, mit zu viel Wasser haben sie scheinbar ein Problem.


Bei der zweiten Alm war dann der Wasserstand im Schuh schon zu tief - ich musste etwas ändern, aber wie? Da hab ich mich an eine Vorgangsweise meiner Mutter erinnert: Ich hab die Socken gewechselt und bin dann mit je einem kleinen Plastiksackerl über den Socken wieder in den nassen Schuh geschlüpft. Es hat funktioniert und bis zum Schluß gehalten.


Unterwegs haben Frank und ich uns über die bisherigen Begebenheiten der Reise ausgetauscht und dabei hab ich erfahren, dass er schon den verschiedensten Tieren begegnet ist, die er auch regelmäßig fotografiert - wie zum Beispiel dieses Tier:



Dann ich hab ich ihm von dem 'Scherzschild" mit dem Schlangenschutzgebiet erzählt. Das war kein Scherz, weil er auf dem Weg zwei Schlangen begegnet ist - eine davon war eine Sandviper, die vermutlich giftigste Schlange, die wir in Österreich haben. Er hat mir dann sogar das Bild gezeigt und ich bin froh, dass ich jetzt schon in Eisenerz bin. Wäre mir die Viper begegnet wäre meine Reise vermutlich schon vorbei (wegen Panikattacke oder Herzinfarkt).


Der Weg ging dann auf einer wirklich steilen und eigentlich unbefahrbaren Forststraße entlang des Fobisbachs bergab. Und als wir uns bereits am tiefsten Punkt wähnten, ging sie unnötigerweise wieder 150 Meter bergauf - neben einem Bach ist das echt nicht notwendig.


Kurz vor dem Leopoldsteiner See trennten sich unsere Wege wieder, da Frank einen kürzeren Weg nach Eisenerz nahm, um seinen Zug zu erreichen.



Vielen Dank fürs Mitgehen und alles Gute für die weiteren Teilstücke deiner Reise!


Ich kam dann zum See und sah schon die Schirme und Bänke eines Lokals direkt am Ufer. Dort angekommen musste ich leider feststellen, dass wegen Schlechtwetters geschlossen war.


Das letzte Stück nach Eisenerz ging natürlich noch einmal bergauf, bevor es dann auf einer Nebenstraße nach Eisenerz mit dem Erzberg im Hintergrund ging.


Die erste Dusche nach der Hüttentour habe ich wirklich genossen und ansonsten nicht mehr viel gemacht.



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